Natur beobachten. Tiere verstehen. Wahrnehmung sichtbar machen
KRAFT-FELL

BEOBACHTUNG - BEGEGNUNG - GESTALTEN

KÜNSTLERISCHE ARBEIT
BEGINNT MIT WAHRNEHMUNG.
Wir werden Teil von den Herden, nehmen Stimmungen, Gerüche, Bewegungen und das Verhalten der Tiere wahr. Pferde, Schafe, Esel, Hühner und Gänse leben hier in ihren natürlichen Strukturen. Wir schalten das Handy aus und vergessen unseren normalen Alltag- gehen hinein in eine andere reale Welt.
Wer sich Zeit nimmt, diese Dynamiken zu beobachten, entdeckt oft überraschende Zusammenhänge: Aufmerksamkeit, Führung, Abstand, eigene Persönlichkeiten, Vertrauen, Freundschaften und Emotionen.
Wir zeichnen, skizzieren, schreiben oder gestalten. Dabei geht es nicht um künstlerische Perfektion, sondern darum, Wahrnehmung sichtbar zu machen.
Die Tiere geben dabei keine Aufgaben vor. Sie sind einfach da - und genau darin liegt ihre besondere Wirkung.
Die Herde zeigt.
Der Mensch erkennt.
Die Kunst macht sichtbar.
Ein Tag draußen - mit den Herden, mit der Natur und mit sich selbst.

Pferde verfügen über feinste Sinne. Das beobachten wir, und sammeln Eindrücke durch den Kontakt mit den Tieren: Pferde sind äußerst sensible Herdentiere mit meist nonverbaler Sprache, dafür feinste Wahrnehmung für Körpersprache, Spannung, Gefühle und Aufmerksamkeit. In ihrer sozialen Struktur reagieren sie unmittelbar auf Veränderung im Umfeld und im Verhalten von Menschen. Forschungen zeigen, dass Pferde menschliche Gesichter unterscheiden können und sehr genau auf Haltung, Bewegung und Stimmung reagieren. Sie spiegeln keine Rollen oder äußere Fassaden, sondern nehmen vor allem Präsenz und Klarheit wahr. In unseren Begegnungen mit der Herde entsteht dadurch ein besonderer Erfahrungsraum. Teilnehmer lernen, die feinen Signale der Tiere zu beobachten und die Dynamik einer funktionierenden Herde zu verstehen: Abstand und Nähe, Führung und Vertrauen, Aufmerksamkeit und Gelassenheit. Diese Beobachtungen helfen, Wahrnehmung zu schärfen - für Tiere, für andere Menschen und für sich selbst.

Schafe sind hoch soziale Herdentiere. Ihre Orientierung am gemeinsamen Rhythmus der Herde wirkt beruhigend und ordnend. Sie besitzen erstaunliche kognitive Fähigkeiten. Studien zeigen, dass sie Gesichter von Artgenossen und Menschen erkennen und sich über lange Zeit daran erinnern können. In der Gruppe entsteht eine Form kollektiver Aufmerksamkeit: Bewegungen, Richtungen und Entscheidungen entstehen nicht durch einzelne Anweisungen, sondern durch ein Zusammenspiel vieler Individuen.
Wir gestalten tiergeschtützte Erfahrungsräume, in denen Eigenpräsenz der Tiere, menschliche Prozesse und Naturraum zu Resonanz, Selbsterfahrung und innerer Entwicklung zusammenwirken.
Diese Dynamik nutzen wir in unseren Workshops bewusst. Durch achtsame Beobachtung, Synkronisation und kleinen praktischen Übungen erleben Teilnehmer*innen unmittelbar, wie Kommunikation ohne Worte funktioniert.
Beim gemeinsamen Bewegen der Herde wird schnell sichtbar, wie Zusammenarbeit entsteht, wie Verantwortung übernommen wird und wie wichtig Klarheit und gegenseitige Abstimmung sind.
Gleichzeitig ermöglicht die ruhige Präsenz der Schafe ein natürliches Innehalten. Wer sich auf den Rythmus der Tiere einlässt, erlebt oft eine überraschende Entschleunigung - und einen neuen Blick auf Zusammenhalt, Aufmerksamkeit und Achtung.



Unsere Tiere leben in einer naturnahen artgerechten modernen Haltungsform. Diese ist auf viel Bewegungsanreize auf großen Flächen angelegt und ermöglicht so den Tieren in einem intakten Herdenverbund zu leben.
Tierwohl, Tierschutz und Arterhaltung stehen an erster Stelle. In unseren Workshops arbeitet wir nach geprüften Tierschutzgesetzen.
Unser Hof wird nachhaltig und biologisch geführt. Wir legen wert auf Biodiversität, Umwelt- Natur- und Landschaftsschutz.
Sie genießen ein Stück renaturierter Natur im Münchner Westen.


